Die Koffer sind gepackt, das Reiseticket liegt bereit und schon bald geht es für Sie nach Vietnam? Sie sind einer der vielen Glücklichen, die Vietnam hautnah erleben dürfen. Die abwechslungsreiche Natur, die spannende Kultur und natürlich auch das Essen, was nicht mit der deutschen Küche zu vergleichen ist. Wir empfehlen Ihnen, dass Sie sich auf jeden Fall die vielen unterschiedlichen Restaurants in Vietnam anschauen sollten. Es gibt so viele Leckereien, nicht nur das klassische Pho, die darauf warten genossen zu werden. Doch aufgepasst, denn in Vietnam gibt es gewisse Regeln beim Essen. Damit Sie nach dem Dinner nicht peinlich berührt sind, zeigen wir Ihnen die Do’s and Don’ts im vietnamesischen Restaurant.
Punkt 1: Die Essstäbchen

Punkt 2: Garküchen

Punkt 3: Pho

Punkt 4: Exotische Speisen
Bei einem genauen Blick auf die Speisekarte bemerken Sie auch einige exotische Köstlichkeiten, die sicherlich nicht jedermanns Sache sind. Auch Schlangen sowie Hunde zählen dazu. Beide Tierarten werden speziell für den Verzehr gezüchtet. Leider ist das aber nicht immer der Fall. Viele Hunde werden in winzigen Käfigen gehalten und haben kein gutes Leben, weshalb Sie vom Fleisch Abstand nehmen sollten. Haben Sie aber auch keine Panik, dass Sie Hühnchen bestellen und am Ende Hund essen. In Vietnam gilt Hundefleisch als Delikatesse und kostet dementsprechend deutlich mehr als Huhn. Außerdem gibt es spezielle Restaurants, die sich komplett auf diese Art von Speisen konzentrieren. Traditionell wird Hundefleisch nur in der zweiten Monatshälfte gegessen, ansonsten soll es Unglück bringen.
Punkt 5: Die Bestellung
Sie machen es sich in einem Restaurant gemütlich und nun kommt es zur Bestellung. Mit „Em oi!“ sollten Sie die Bedienung zu sich rufen. Auf Deutsch heißt das so viel wie „Hey, jüngerer Bruder/jüngere Schwester“. Verwirren Sie die Bedienung nicht damit, dass jede Person für sich bestellt. In Vietnam ist es üblich, dass nur einer für den gesamten Tisch bestellt. Eine Ausnahme sind Personen mit Allergien oder ähnlichem. Die Getränke werden hingegen von jedem selbst geordert. Typisch ist, dass viele Gerichte bestellt werden, die nun in der Mitte des Tisches einen Platz finden. Ebenfalls normal ist, dass etliche Restaurantbesitzer sich mit dem Servieren vom Reis viel Zeit lassen. Warum? Ganz einfach, denn der Besitzer möchte nicht, dass Sie sich Ihren Bauch mit Reis füllen, sondern Sie sollen am besten noch einige weitere Gerichte bestellen. In vielen Restaurants ist es sogar gebräuchlich, dass Sie mehrfach nach dem fehlenden Reis fragen müssen.
Ein weiteres Problem bei der Bestellung kann die Kommunikation sein. Gerade, wenn Sie sich für kleine Restaurants entscheiden oder auch abseits der bekannten Touristenstädte reisen, sind die Englischkenntnisse der Einheimischen nicht sonderlich gut. Daher empfehlen wir, dass Sie die Bestellung am Ende noch einmal wiederholen, damit auch alles klar ist. Sollte die Bedienung hingegen „Nein“ antworten, ist das ein Anzeichen dafür, dass Sie etwas Falsches bestellt haben, was momentan nicht verfügbar ist. Zum Beispiel ein Frühstück zum Abendessen. Natürlich kann es passieren, dass Sie nicht immer das bekommen, was Sie eigentlich bestellt haben. Kommt der Bedienung nun nur ein „finished“ über die Lippen, gehen Sie davon aus, dass die Person nicht gut Englisch spricht und sich nicht die Blöße geben wollte.
Punkt 6: Das Tischverhalten
Sobald alles serviert ist, kann losgelegt werden. Nehmen Sie sich einfach das, was Sie mögen. Doch auf keinen Fall direkt von der Platte in den Mund. Sie laden die Gerichte immer auf Ihren Teller zwischen. Wichtig: Überladen Sie Ihren Teller nicht, denn gegenüber den anderen Gästen wäre das sehr unhöflich. Allgemein sollten Sie nicht alles in sich hineinstopfen, sondern lassen Sie sich beim Essen Zeit. Genießen Sie die verschiedenen Aromen und Geschmäcker, denn das macht die vietnamesische Küche aus. Bei etwas glitschigen Lebensmitteln ist es vollkommen in Ordnung, wenn Sie die Schüssel zu Ihrem Mund führen und somit den Weg etwas verkürzen.
Punkt 7: Die Rechnung
Haben Sie die Bestellung aufgegeben, verlangen Sie auch die Rechnung. Zahlen Sie nicht sofort, sondern kontrollieren Sie jene vorab. Es kann durchaus vorkommen, dass sich Fehler einschleichen. Zum Beispiel werden einige Gerichte doppelt berechnen oder Sie bemerken Speisen auf der Rechnung, die Sie eigentlich nicht bestellt haben. Gehen Sie deshalb alles Punkt für Punkt ab. Aufgepasst: Solche Fehler müssen nicht immer Absicht sein, sondern oftmals ist das Personal einfach überfordert oder nicht gut geschult. Gerade deshalb ist eine gründliche Kontrolle ein Muss. Haben Sie alle Probleme geklärt, übernimmt die Rechnung wieder nur eine Person. In Vietnam wird es gern gesehen, wenn Ausländer oder auch vermögendere Gäste die Rechnung bezahlen. Möchte keiner die gesamte Rechnung zahlen, wird der Betrag durch die Anzahl der Gäste geteilt. Jeder zahlt also den gleichen Anteil, unwichtig, wie viel Sie gegessen haben.
Punkt 8: Das Trinkgeld
Im Ausland ist Trinkgeld ein leidiges Thema. Sie wissen nicht, ob Sie Trinkgeld geben sollen und wie viel. In Vietnam müssen Sie sich darüber keine Gedanken machen, denn grundsätzlich wird kein Trinkgeld gegeben. Warum? In den meisten Fällen behält der Restaurantbesitzer einfach das Trinkgeld und verteilt es nicht. Waren Sie aber besonders zufrieden mit der Bedienung, können Sie fünf bis zehn Prozent an Trinkgeld überreichen. Geben Sie das Geld direkt in die Hand der Bedienung.
Punkt 9: Alkohol

Ein Schlusswort
All diese Regeln und Vorschriften hören sich im ersten Moment sehr viel und umfangreich an, doch das sind sie im Grunde nicht. In den ersten Tagen in Vietnam müssen Sie noch daran denken, doch mit der Zeit gewöhnen Sie sich an alles. Sie gehen ins Fleisch und Blut über, weshalb Sie Ihren Urlaub in Vietnam einfach genießen können. Kommen Sie danach nach Hause, können Sie einige der neu erlernten Tischregeln auch daheim umsetzen. Zum Beispiel bei einem vietnamesischen Abend, wo Sie Freunde und Familie einladen. Geben Sie mit Ihrem neuen Wissen an, sodass sich auch Ihre Gäste schon bald wie in Vietnam fühlen.