Süß-Sauer-Sauce – Vietnamesische Sauce selbst gemacht

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Vietnamesische Suess-Sauer-Sauce in einer Schuessel mit Ananas, Paprika und Ingwer

Süss-Sauer-Sauce – Vietnamesische Sauce zum Dippen und Kochen

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Die vietnamesische Süss-Sauer-Sauce ist der perfekte Begleiter zu Frühlingsrollen, Cha Gio und vielen anderen Snacks. Mit Ananas, Tomaten, Paprika und einer würzig-süsssen Basis ist sie in nur 25 Minuten zubereitet – vielseitig als Dip und Kochsauce einsetzbar!
Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Gesamtzeit 25 Minuten
Portionen: 4 Portionen
Gericht: Dips, Saucen
Küche: Vietnamesisch
Calories: 120

Zutaten
  

Fuer die Sauce
  • 250 g passierte Tomaten
  • 100 g Zucker
  • 1 Dose Ananas in Stuecken (ca. 400 g, Saft aufbewahren)
  • 3 EL Sojasosse
  • 2 EL Speisestaerke
  • 1 TL Reisessig (oder weisser Essig)
  • 1 TL frischer Ingwer (fein gerieben)
  • 1 Knoblauchzehe (fein gehackt)
Gemuese
  • 1 rote Paprika (in feine Wuerfel geschnitten)
  • 1 Moehre (in feine Scheiben oder Wuerfel geschnitten)
  • 1 Zwiebel (in feine Wuerfel geschnitten)
  • 1 EL Pflanzenoel (zum Anbraten)
Optional
  • 1 rote Chili (in feine Ringe, fuer Schaerfe)
  • 1 TL Sesamoel (fuer mehr Aroma)

Method
 

  1. Gemuese vorbereiten und anbraten: Paprika, Moehre und Zwiebel in feine Wuerfel oder Scheiben schneiden. Das Oel in einem Wok oder einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Gemuese 2-3 Minuten anbraten, bis es leicht weich ist, aber noch Biss hat. Beiseitestellen.
  2. Ananas vorbereiten: Die Ananasdose oeffnen und den Saft in eine Schuessel abtropfen lassen – dieser wird spaeter benoetigt. Die Ananasstücke in mundgerechte Stuecke teilen, falls sie zu gross sind.
  3. Speisestaerke anruehren: Die Speisestaerke in 3 EL kaltem Wasser glatt ruehren, sodass keine Kluempchen entstehen. Diese Mischung wird spaeter zum Andicken der Sauce verwendet.
  4. Sauce kochen: Passierte Tomaten, Zucker, Sojasosse, Essig, Ingwer, Knoblauch und Ananasstücke in einen Topf geben. Das aufgefangene Ananaswasser hinzufuegen. Alles bei mittlerer Hitze unter Ruehren aufkochen lassen.
  5. Sauce andicken: Die angeruehrte Speisestaerke in die kochende Sauce einruehren. Die Sauce 2-3 Minuten bei schwacher Hitze weiterkoecheln lassen, bis sie die gewuenschte Konsistenz erreicht hat. Sollte sie noch zu duenn sein, etwas mehr Speisestaerke in Wasser aufloesen und einruehren. Das angebratene Gemuese hinzufuegen und nochmals kurz erhitzen.
  6. Abschmecken und servieren: Die Sauce abschmecken: Bei Bedarf mehr Zucker (suess), Essig (sauer), Sojasosse (salzig) oder Chili (scharf) hinzufuegen. Optional mit Sesamoel verfeinern. Die Sauce warm oder bei Raumtemperatur als Dip servieren. Sie haelt sich im Kuehlschrank bis zu 5 Tage.

Nährwerte

Calories: 120kcal

Notizen

Tipps fuer die perfekte Suess-Sauer-Sauce:
  • Frische Ananas verwenden: Statt Dosenananans kann auch frische Ananas verwendet werden – das Ergebnis ist aromatischer. Den Saft dann durch etwas Wasser oder Ananassaft aus dem Handel ersetzen.
  • Konsistenz anpassen: Fuer eine duennere Dip-Sauce weniger Speisestaerke verwenden. Fuer eine dickere Glasur-Sauce mehr Speisestaerke einruehren.
  • Ohne Gemuese: Fuer eine glatte Dip-Sauce das Gemuese weglassen und die Sauce durch ein feines Sieb passieren.
  • Schaerfe regulieren: Chili nach Geschmack hinzufuegen. Fuer Kinder die Chili komplett weglassen.
  • Aufbewahren: Die Sauce haelt sich im Kuehlschrank in einem verschlossenen Glas bis zu 5 Tage. Vor dem Servieren kurz erwaermen und ggf. mit etwas Wasser verduennen.
  • Als Kochsauce: Die Sauce eignet sich hervorragend zum Glasieren von Huehnchen, Garnelen oder Tofu. Einfach das Protein in der Sauce schwenken und kurz erhitzen.
  • Vegan: Das Rezept ist bereits vegan, wenn Sojasosse statt Fischsauce verwendet wird.

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Die Süß-Sauer-Sauce ist eine der vielseitigsten Saucen der vietnamesischen Küche. Mit ihrer perfekten Balance aus fruchtig-süßer Ananas, säuerlichem Essig, würziger Sojasosse und aromatischem Ingwer ist sie der ideale Begleiter zu Chả Giò (Frühlingsrollen), Gỏi Cuốn (Sommerrollen) und vielen weiteren Snacks. In nur 25 Minuten zubereitet, überzeugt diese Sauce durch ihren intensiven Geschmack und ihre wunderschöne rote Farbe.

Im Gegensatz zur chinesischen Süß-Sauer-Sauce, die oft sehr süß und klebrig ist, zeichnet sich die vietnamesische Variante durch eine ausgewogenere Säure und frische Zutaten wie Ingwer und Knoblauch aus. Das Ergebnis ist eine Sauce, die nicht nur als Dip funktioniert, sondern auch als Kochsauce zum Glasieren von Fleisch, Fisch oder Tofu hervorragend geeignet ist.

Was macht die vietnamesische Süß-Sauer-Sauce so besonders?

Die vietnamesische Süß-Sauer-Sauce unterscheidet sich von anderen asiatischen Varianten durch ihre Frische und Ausgewogenheit. Während viele westliche Versionen auf künstlichen Aromen und übermäßig viel Zucker basieren, setzt das vietnamesische Original auf natürliche Zutaten: frische Ananas für die Süße und Fruchtigkeit, Reisessig für die milde Säure, Ingwer und Knoblauch für die aromatische Tiefe.

Ein weiteres Merkmal ist die Textur: Durch das Gemüse (Paprika, Möhre, Zwiebel) enthält die Sauce eine angenehme Konsistenz mit kleinen Stücken, die beim Dippen für ein interessantes Mundgefühl sorgen. Wer eine glattere Sauce bevorzugt, kann das Gemüse weglassen oder die fertige Sauce durch ein Sieb passieren.

Süß-Sauer-Sauce vs. Nước Chấm: Der Unterschied

In der vietnamesischen Küche gibt es viele verschiedene Dip-Saucen, die jeweils zu bestimmten Gerichten gereicht werden. Die beiden bekanntesten sind die Süß-Sauer-Sauce und Nước Chấm – die klassische Fischsauce-Dip-Sauce.

Eigenschaft Süß-Sauer-Sauce Nước Chấm
Basis Tomaten, Ananas, Sojasosse Fischsauce, Limette, Zucker
Geschmack Süß-sauer-würzig Salzig-sauer-würzig
Konsistenz Dickflüssig, mit Stücken Dünnflüssig, klar
Vegan Ja (mit Sojasosse) Nein (Fischsauce)
Typische Verwendung Frühlingsrollen, Snacks, Glasieren Sommerrollen, Phở, Bún Chả

Beide Saucen haben ihren festen Platz in der vietnamesischen Küche und ergänzen sich perfekt. Wer einen Teller Chả Giò serviert, bietet idealerweise beide Saucen an – so kann jeder Gast nach seinem Geschmack wählen.

Variationen der Süß-Sauer-Sauce

Die Grundversion der Süß-Sauer-Sauce lässt sich auf viele Arten abwandeln und an verschiedene Gerichte anpassen:

  • Schärfere Variante: Frische rote Chili oder Sambal Oelek hinzufügen – ideal zu gegrilltem Fleisch
  • Mit Koriander: Frisch gehackten Koriander unter die fertige Sauce rühren – ergibt eine frischere Note
  • Ohne Gemüse: Für eine glatte Dip-Sauce das Gemüse weglassen und die Sauce durch ein Sieb passieren
  • Mit frischer Ananas: Statt Dosenananans frische Ananas verwenden – aromatischer und weniger süß
  • Als Glasur: Die Sauce einkochen lassen bis sie sehr dickflüssig ist – perfekt zum Glasieren von Hähnchenflügeln oder Garnelen
  • Mit Sesam: Gerösteten Sesam und Sesamöl hinzufügen für eine nussige Note

Zu welchen Gerichten passt die Süß-Sauer-Sauce?

Die Süß-Sauer-Sauce ist unglaublich vielseitig und passt zu einer Vielzahl von Gerichten. In der vietnamesischen Küche wird sie traditionell zu frittierten Snacks gereicht, aber ihre Verwendungsmöglichkeiten gehen weit darüber hinaus:

  • Als Dip: Chả Giò (Frühlingsrollen), Bánh Căn, Wan-Tan, Frühlingsrollen-Chips
  • Als Kochsauce: Gebratenes Hühnchen, Garnelen, Tofu, Schweinefleisch
  • Als Marinade: Hähnchenflügel oder Rippchen vor dem Grillen einlegen
  • Als Glasur: Über gegrilltes Fleisch oder Fisch träufeln
  • Zu Reis: Als Würzsauce über gedämpften Jasminreis
  • Zu Nudeln: Als Sauce für gebratene Glasnudeln oder Reisnudeln

Aufbewahrung und Haltbarkeit

Die selbst gemachte Süß-Sauer-Sauce lässt sich hervorragend vorbereiten und aufbewahren. Im Kühlschrank in einem sauberen, verschlossenen Glas hält sie sich problemlos bis zu 5 Tage. Vor dem Servieren kurz in einem Topf oder der Mikrowelle erwärmen und bei Bedarf mit einem Schuss Wasser auf die gewünschte Konsistenz verdünnen.

Für eine längere Haltbarkeit kann die Sauce auch eingefroren werden – in Eiswürfelbehältern portioniert, lässt sie sich bis zu 3 Monate einfrieren und bei Bedarf einzeln auftauen. Das ist besonders praktisch, wenn man die Sauce als Kochzutat für Gerichte wie Đậu Hũ Sốt Cà Chua (Tofu in Tomatensauce) verwenden möchte.

Häufig gestellte Fragen zur Süß-Sauer-Sauce

Was ist der Unterschied zwischen vietnamesischer und chinesischer Süß-Sauer-Sauce?

Die vietnamesische Süß-Sauer-Sauce ist ausgewogener und frischer als die chinesische Variante. Sie enthält Ingwer, Knoblauch und frisches Gemüse und ist weniger süß und klebrig. Die chinesische Version ist oft intensiver süß und basiert häufig auf Ketchup als Basis.

Kann ich die Süß-Sauer-Sauce vegan zubereiten?

Ja, das Rezept ist bereits vegan, wenn Sojasosse verwendet wird (was in diesem Rezept der Fall ist). Fischsauce wird nicht benötigt. Alle anderen Zutaten (Tomaten, Ananas, Zucker, Gemüse, Ingwer, Knoblauch) sind pflanzlich.

Wie lange ist selbst gemachte Süß-Sauer-Sauce haltbar?

Im Kühlschrank in einem verschlossenen Glas hält die Sauce bis zu 5 Tage. Eingefroren in Portionen ist sie bis zu 3 Monate haltbar. Vor dem Servieren kurz erwärmen und bei Bedarf mit Wasser verdünnen.

Kann ich frische Ananas statt Dosenananans verwenden?

Ja, frische Ananas ist sogar aromatischer. Den fehlenden Ananassaft durch 100 ml Ananassaft aus dem Handel oder Wasser ersetzen. Frische Ananas ergibt eine weniger süße, frischere Sauce.

Zu welchen Gerichten passt die Süß-Sauer-Sauce am besten?

Die Sauce passt hervorragend als Dip zu Chả Giò (Frühlingsrollen), Bánh Căn und anderen Snacks. Als Kochsauce eignet sie sich zum Glasieren von Hühnchen, Garnelen oder Tofu. Auch als Marinade vor dem Grillen ist sie sehr beliebt.

Wie mache ich die Sauce dicker oder dünner?

Für eine dickere Sauce mehr Speisestärke in Wasser auflösen und einrühren, dann aufkochen lassen. Für eine dünnere Sauce weniger Speisestärke verwenden oder die fertige Sauce mit etwas Wasser oder Ananassaft verdünnen.

Kann ich die Süß-Sauer-Sauce einfrieren?

Ja, die Sauce lässt sich gut einfrieren. Am besten in Eiswürfelbehältern portionieren und bis zu 3 Monate einfrieren. Bei Bedarf einzelne Portionen auftauen und kurz erwärmen. Die Konsistenz kann sich leicht verändern, aber der Geschmack bleibt erhalten.

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